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April 10 2018

Männer und Sexprobleme

Sex ist ein großer Bestandteil des Lebens. Nicht immer ist es einfach, unbeschwerten, guten Sex zu haben. Ungefähr 25 Prozent der Männer leiden unter diversen Sex-Problemen. Statt diese Probleme zu verschweigen, sollte ein betroffener Mann ärztlichen Rat einholen, um die Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen. Scham und Angst halten die Männer aber oftmals davon ab, einen Dritten um Hilfe zu bitten.

Erektionsstörungen – ein häufiges Problem

Es ist unglaublich, aber ein Fünftel der Männer leidet unter Potenzstörungen. Diese Männer sind zwar erregt, aber der Penis wird nicht hart genug bzw. nicht lang genug steif. Es reicht nicht, um befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben. In einigen Fällen besteht diese Problematik nur hin und wieder, manchmal bleibt die Störung aber auch auf Dauer. Ein Urologe kann dem Problem auf den Grund gehen. Durch ein Beratungsgespräch und verschiedene Fragen kann der Arzt herausfinden, ob eine Erektion grundsätzlich möglich ist, zum Beispiel wenn der Mann masturbiert. Ist körperlich alles in Ordnung, ist die Ursache für die Störung im psychischen Bereich zu suchen. Stress, Leistungsdruck oder Angst können Auslöser für eine erektile Dysfunktion sein.

Natürlich können im Falle von Erektionsstörungen auch körperliche Ursachen zugrunde liegen. Eine unentdeckte Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems, Krebs oder Diabetes kommen als Auslöser der Potenzstörungen in Frage. Die angestrebte Therapieform richtet sich nach der individuellen Diagnose. Es kommen operative Maßnahmen in Frage, eine Psychotherapie oder eine medikamentöse Behandlung. Die Diagnose kann der Urologe stellen, indem er das vorhandene Problem einkreist und benennt.

Vorzeitiger Samenerguss

Ein weiteres großes Problem ist die vorzeitige Ejakulation. Es liegt am Empfinden des Mannes, ob der Höhepunkt als verfrüht empfunden wird. Patienten, bei denen der Samenerguss vorzeitig stattfindet, klagen über eine geringe Intensität des Orgasmus. Der vorzeitige Samenerguss hat in den meisten Fällen psychische Ursachen. Gründe sind oftmals Stress oder zu starker Leistungsdruck und Angst. Je intensiver der Mann versucht, den Höhepunkt nach hinten herauszuziehen, umso mehr verstärkt sich der psychische Druck. Die hat einen Teufelskreis zur Folge, dem der Betroffene so schnell nicht entfliehen kann. Die vorzeitige Ejakulation wird in der Regel psychotherapeutisch behandelt. Die Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Der Mann führt Gespräche mit seinem Therapeuten und bekommt praktische Übungen, die er daheim durchführen muss.

Wenn die Lust nachlässt

Allgemein herrscht der Mythos, dass ein Mann jeder Zeit Lust auf Sex hat. In der Realität sieht es allerdings so aus, dass auch ein Mann von Lustlosigkeit befallen werden kann. Die Lust auf Sex vergeht, wenn es dem Betroffenen an sexuellen Fantasien mangelt. In der Sprache der Mediziner nennt sich dieses Phenomen Appetenz. Rund 15 Prozent der Männer sind von dieser Störung betroffen. Die Lustlosigkeit kann sich so weit steigern, dass der Mann sogar einen Ekel gegen den Sex oder die Partnerin entwickelt. Die Appetenz kann verschiedene Ursachen haben. Wenn die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, oder eine Erkrankung der Nieren oder der Leber vorliegt, ebenso wie eine Störung auf neurologischem Gebiet kann die Lustlosigkeit bedingen.

Natürlich sind auch seelische Ursachen möglich, die die Lust auf Sex vertreiben. Wenn in der Beziehung Probleme bestehen oder eine Angststörung vorliegt, wenn der Mann depressiv ist oder zu große Ansprüche an sich selbst stellt, wenn es um den Geschlechtsverkehr geht, dann lässt die Lust nach. Sollte die Partnerin einfach zu viel erwarten, wird der Mann sich eventuell auch zurückziehen. In manchen Partnerschaften wird der Sex langweilig oder unbefriedigend. Es ist nur natürlich, wenn sich dann einer der Partner, oder sogar beide, dieser Sache verschließen.

Wege aus der Krise

Es gibt heute zahlreiche Wege aus einer sexuellen Problematik. Medikamente wie Cialis oder Viagra können für eine starke Erektion sorgen und so das Selbstbewusstsein des Mannes wieder aufbauen bzw. die Angst vor dem Geschlechtsakt nehmen. In einigen Fällen hat die dauerhafte Einnahme von Potenzmitteln sogar zu einer Heilung von leichten bis mittelschweren Erektionsstörungen führen können. Mit dem Problem zu leben ist auf jeden Fall die schlechteste Lösung.

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